Gute Laune

Kennst du das: Du wachst früh auf und irgendwie merkst Du schon, dass das heute nicht Dein Tag wird. Du bist schlecht drauf, willst einfach nur deine Ruhe haben und würdest Dir am liebsten wieder die Bettdecke über den Kopf ziehen. Geht aber nicht – die Arbeit und andere Verpflichtungen rufen.

Also quälst Du dich mehr schlecht als recht durch den Tag und bemühst Dich, Deine miese Laune nicht allzu sehr an Deinen Mitmenschen raus zu lassen. Klappt natürlich nur mäßig.

Seit ich selbstständig bin, kann ich mir solche Tage nicht mehr leisten. Mein Geschäft lebt davon, dass ich meine Energie hoch halte. Schließlich würdest Du auch nicht von einem schlecht gelaunten Coach gecoacht werden wollen, oder? ;-)

Also habe ich nach Möglichkeiten gesucht, solch vermeintlich „schlechte“ Tage in gute umzuwandeln.

Und hier ist mein Erfolgsrezept:

„Schlecht drauf sein“ ist nur eine wage Umschreibung von bestimmten Emotionen, die sich bemerkbar machen. Zunächst gilt es also herauszufinden, was eigentlich los ist. Ich setze mich dazu auf mein Meditationskissen und frage mich: „Was fühle ich gerade?“. Sehr hilfreich ist es, wenn Du Dich hier an den vier Grundgefühlen orientierst: Wut, Angst, Traurigkeit und Freude. Finde also heraus, welche dieser vier Gefühle Du gerade hast und eventuell sogar warum.
Du könntest zum Beispiel darauf kommen, dass Du traurig bist, weil Du Dich einsam fühlst. Dass Du wütend bist, weil etwas nicht so läuft, wie Du es gerne hättest. Oder, dass Du Angst vor einer bestimmten Aufgabe oder einer neuen Situation hast.

Diese kaum greifbare Empfindung von „einen schlechten Tag haben“ kommt durch die Vermischung verschiedener Gefühle zustande (das habe ich übrigens von Clinton Callahan, dem Begründer des Possibility Managements gelernt). Du tust Dir selbst also schon einen großen Gefallen, wenn Du diese Gefühle von einander getrennt wahrnimmst wie gerade beschrieben.

Im nächsten Schritt geht es darum zu erkennen, dass diese Emotionen eine Art Energiewolke sind, die Dich begleitet.

Eckhart Tolle nennt sie den Schmerzkörper. Diese Wolke ernährt sich von Deiner Energie. Das heißt, sie wird umso kraftvoller und einflussreicher, je mehr Du Dich ihr hingibst. Dann fühlst es sich so an, als ob diese Emotion sich über Dich drüber stülpt und Dich komplett vereinnahmt. Du bist ihr dann scheinbar hilflos ausgeliefert. Doch ohne Deine Energie kann diese Emotion nicht überleben. Es gilt also den Moment abzupassen, in dem sie sich bemerkbar macht und Dir glaubhaft machen möchte, dass Du diese Emotion bist. Also, dass Du schlecht drauf bist.

Wenn Du es schaffst, das wahrzunehmen und kurz innezuhalten, schaffst Du eine Lücke zwischen Dich und diese Emotion. Du kannst sie wie von außen betrachten, so nach dem Motto: „Ach, das ist ja interessant, dass Du jetzt auftauchst und meine Energie möchtest.“. In diesem Moment ist der Energiefluss von Dir zu dieser Emotion unterbrochen. Und das ist der Zeitpunkt, an dem Du Herr/Herrin im eigenen Haus bist. Du hast erkannt, dass Du eine Emotion hast, aber, dass Du nicht diese Emotion bist. Damit entziehst Du ihr ihre Kraft.
Du musst also nicht länger schlecht drauf sein. Du kannst Dich an den Frieden in Dir und Dein „richtig Sein“ erinnern. Und die Vermischung verschiedener Gefühle ist lediglich ein Besucher, der anklopft und den Du jetzt grad nicht rein lässt.

Probier’s mal aus, funktioniert wunderbar. Und es lohnt sich.

Alles Liebe,
Carolin

 

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