Missliche Lage
Wenn irgendwas nicht so läuft, wie wir es gerne hätten, sind die meisten von uns ziemlich gut darin, mit sich, Gott und der Welt zu hadern.
„Warum nur funktioniert XY nicht?“, „Warum nur finde ich meine/n Traummann, -Job oder -Wohnung nicht?“, „Was mache ich nur falsch?“ – kommen diese Fragen dir bekannt vor?

Ich hatte und habe seit einigen Wochen immer wieder Dinge, die nicht wie geplant laufen. Und obwohl ich sehr viele Fragen drum rum gestellt hab und nicht in das „warum“, sondern in das „wie kann ich’s ändern?“ gegangen bin, war die Grundannahme darunter bei einigen Situationen „so wie es jetzt ist, ist es falsch“.
Vom Widerstand gegen etwas aus zu agieren und zu versuchen, es zu ändern, ist keine besonders effektive und zielführende Haltung – wie oft hatte ich das in den letzten Jahren schon irgendwo gehört oder gelesen?!

Aber was stattdessen?

„Was ist richtig an dieser Situation, was ich noch nicht anerkannt habe?“

Diese Frage, die ich zum ersten Mal bewusst bei Access Consciousness gehört habe, hat sehr vieles für mich verändert. So viele „Oh, deswegen…!“ oder „Ach so…!“ – ich muss schon sehr über mich und meine Kreationen schmunzeln… ;-)

Einige persönliche Beispiele gefällig?

Eigentlich wollte ich nur für einen Monat zur Überbrückung zur Untermiete in einer 3-Männer-WG in München wohnen. Meine Pläne änderten sich und die Suche nach einem neuem Zuhause hat bis jetzt noch keine Früchte getragen (btw, ich strecke meine Fühler gerade in den Großraum Rosenheim aus, just to let you know… ;-)). Meine Arbeitssituation dort ist, sagen wir mal, ziemlich ungewöhnlich…

Also, was ist richtig an dieser Situation, was ich noch nicht anerkannt habe?

Oh, ich hatte im Sommer mein Business komplett auf online umgestellt und danach gefragt, von überall arbeiten zu können. Aha, überall bedeutet also nicht nur vom Strand unter Palmen (wie ich mir das ursprünglich vorsgestellt habe), sondern auch vom Küchentisch einer Männer-WG mitten in der Großstadt… Jetzt weiß ich also, dass mein Business nicht nur läuft, auch wenn meine Arbeitsumstände suboptimal sind, es wächst sogar!
Und ich hatte noch einige andere interessante Erkenntnisse in diesem Zusammenhang, deren Ausführung hier den Rahmen sprengen würde.

Dass ich meinen Teneriffa-Urlaub nach einer statt gebuchten drei Wochen wieder beendet habe, hast Du vermutlich mitbekommen. Also was ist richtig daran (wo ich doch dadurch nen Haufen Geld in den S(tr)and gesetzt habe)?

Hm, ich hatte bei einigen Situationen die Gelegenheit, eine völlig neue Seite an mir zu entdecken: Geschick und Beharrlichkeit in Verhandlungen gepaart mit einer Energie, die ich mir früher nicht erlaubt habe zu sein. Ergebnis u.a.: die Autovermietung hat mir den kompletten Betrag zurückerstattet für jeden Tag, den ich das Auto früher zurück gegeben habe. Laut Vertrag hatte ich darauf keinerlei Anspruch.

Ich könnte diese Liste hier noch fortsetzen, aber ich glaub, Du hast gekriegt, worum es geht.

Wie wär’s, wenn Du mal bei Dir schauen würdest, wo Du ein Ereignis oder eine Situation als falsch deklariert hast?

Und anstatt Dich selbst dafür zu verurteilen, Dir diese Frage stellst: „Was ist richtig an dem nicht nach Plan laufen, was ich noch nicht anerkannt habe?“
Stell‘ sie ruhig ein paar Tage lang immer wieder – vielleicht hat das „richtig sein“ ja mehrere Aspekte… ;-)

 

Alles Liebe,
Carolin