Schatztruhe

Manchmal denk‘ ich, alles geht schief

wie im schlechten Film, der neulich als Alptraum lief.

Dann mach ich und tu ich und ziehe und zerr‘

und werd‘ doch der Lage einfach nicht Herr.

 

Muss zuschaun wie manches den Bach runter geht,

einstige Hoffnungen vom Winde verweht.

Was zurück bleibt im Herzen sind Trümmer und Wracks,

die Unschuld der Seele bekommt mal wieder nen Knacks.

 

„Wozu soll das gut sein, was ist die Lektion?“

Frage ich Gott in recht barschem Ton.

Der lächelt nur milde mit stoischer Ruh

und flüstert mir sanft und liebevoll zu:

 

Es ist zu deim Besten, alles ist gut

genauso wie’s ist, samt Angst, Trauer, Wut.

Du musst nicht verstehen, nur annehmen was ist,

es gibt keine Strafe und auch keine List.

 

Das Leben ist größer als zu träumen du wagst,

viel mehr ist möglich wenn nur du nicht verzagst.

Hab Vertrauen, Geduld und lasse geschehn,

dann wirst mit Bravour du die Prüfung bestehn.

Aus der Schatztruhe des Lebens wirst dann reich du beschenkt

und bekommst mehr als du je hättest gedenkt.