Machtlosigkeit überwinden

Es gehört wohl zu einer der unangenehmsten Erfahrungen, sich hilflos und ohnmächtig zu fühlen. Besonders, wenn es um Erlebnisse oder Situationen geht, die uns wirklich zu schaffen machen. Machtlos zusehen zu müssen und nichts ändern zu können, ist oft die reinste Qual – und die meisten von uns haben genau das schon erlebt.

Aber wie entsteht denn diese Machtlosigkeit? Und warum komme ich überhaupt in Situationen, in denen ich mich machtlos fühle?

Zäumen wir das Pferd doch mal von hinten auf:

Wenn wir davon ausgehen, dass unsere Gedanken und Gefühle unsere Realität erschaffen (und das ist inzwischen sogar schon wissenschaftlich bewiesen!), dann heißt das im Umkehrschluss, dass jede Situation in meiner Realität durch meine bereits vorher da gewesenen Emotionen und Überzeugungen entstanden ist. Ich muss also bereits den Glaubenssatz „Ich bin machtlos“ und das dazu gehörige Gefühl in mir getragen haben, damit ich überhaupt solch eine entsprechende Erfahrung machen kann.

Natürlich ist mir das nie bewusst gewesen, sonst hätte ich mich wohl schon früher damit auseinandergesetzt. Unwissenheit jedoch schützt vor Ergebnissen nicht.

Wie aber sind diese Gedanken und Gefühle in mir entstanden?

Als (Klein-)Kinder sind wir extrem abhängig, ja alleine nicht lebensfähig. Wir können uns nicht selbst ernähren, nicht wehren, nicht weglaufen, wenn uns etwas nicht passt, uns unsere Umgebung nicht aussuchen. In dieser Phase erlebt fast jeder Mensch Situationen, die unangenehm oder schmerzhaft sind – und kann nichts dagegen tun. Wir machen also (wiederholt) die Erfahrung, machtlos zu sein. Genau das prägt sich in Form von Glaubenssätzen und Emotionen in unser Unterbewusstsein ein. Und wirkt ab diesem Zeitpunkt realitätserschaffend.

Einige von uns tragen sogar entsprechende Erfahrungen von Ohnmacht und Hilflosigkeit aus früheren Leben mit sich herum. Diese wirken ganz genauso.

Wie komme ich dann aber aus der Machtlosigkeit heraus?

Zunächst gilt es, überhaupt einmal wahrzunehmen, dass ich entsprechende Glaubenssätze verinnerlicht habe. Z.B. „Da kann ich nichts machen“, „Das schaffe ich eh nicht“, „Mir sind die Hände gebunden“, „Niemand hört auf mich“. Dann schaffst Du eine Lücke zwischen Dich und diese Überzeugung, in dem Du als Beobachter darauf schaust: „Ach, das ist ja interessant, dass ich das (von mir) denke.“. Du kannst Dir den Satz auch bildlich als Konstrukt vorstellen, z.B. die Worte in Stein gemeißelt oder aus Holz geschnitzt.

Durch das Beobachten verliert diese Überzeugung an Kraft und Dir wird auf einmal klar, dass es tausend andere Möglichkeiten gibt, die Du denken könntest. Du musst also plötzlich nicht mehr für wahr halten, was Du bislang automatisch geglaubt hast.

 

Der nächste Schritt besteht darin, Deine eigene Macht voll und ganz in Besitz zu nehmen. Das macht uns oft sehr viel Angst, weil wir denken, das stünde uns nicht zu, wir würden andere vor den Kopf stoßen oder arrogant wirken.

Was es braucht, damit Du wieder Macht-voll wirst, erfährst Du in meinem nächsten Artikel nächste Woche.

Für heute möchte ich in diesem Zusammenhang gerne noch auf ein Buch hinweisen, das mir kürzlich eine Klientin empfohlen hat: Mutige Seelen. Es hat mich total in seinen Bann gezogen. Der Autor Robert Schwartz erklärt darin, wie wir unsere Lebensaufgabe und bestimmte Ereignisse in unserem Leben schon vor unserer Geburt geplant haben – und zwar mit allen Beteiligten. Er hat dazu Menschen mit scheinbar schweren Schicksalen interviewt und anschließend die vorgeburtlichen „Planungssitzungen“ dieser Seele von Medien channeln lassen. Sehr beeindruckend.

Jeder von uns sucht sich vor seiner Geburt bestimmte Erfahrungen aus, die er in diesem Leben machen möchte. Erfahrungen, die uns als Seele aus bisherigen Inkarnationen noch fehlen oder auch, um Emotionen aus früheren Leben aufzulösen. Sehr häufig geht es darum (Selbst-)Liebe, Mitgefühl, Geduld zu entwickeln oder eben sich der eigenen Macht bewusst zu werden. Dazu ist es häufig erforderlich, dass wir zunächst einmal das Gegenteil erleben und aus diesem Schmerz heraus genau diese Qualitäten lernen und entwickeln.

Wenn Du Dich manchmal fragst, was diese oder jene Situation Dich lehren soll oder warum Du durch bestimmte Dinge durchgehen musst, erhältst Du in diesem Buch wertvolle Antworten.

 

Für heute wünsche ich Dir ein waches Bewusstsein für deine machtlosen Glaubenssätze und ermutige Dich, in Frage zu stellen, was Du bisher für wahr gehalten hast. Es lohnt sich.

 

Alles Liebe,

Carolin

 

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