Steckst du in der Erkenntnis fest

Der Moment, wo Dir ein Licht aufgeht – aaaaaaahhhhh – und Du endlich verstehst, warum XY ist wie es ist. Wie von Zauberhand hat sich urplötzlich der Schleier gehoben und Du erkennst glasklar, wie und warum Du dieses und jenes „Problem“ in Deinem Leben kreiert hast.
Von großer Erleichterung über zähneknirschendes Anerkennen bis hin zur Schockstarre erstreckt sich die Bandbreite an möglichen Reaktionen auf solche Erkenntnisse.
Mit einem Mal fällt Dir siedendheiß ein, warum Du Dir seit Jahren immer wieder den gleichen Typ Mann/Frau aussuchst, mit dem/der es jedes Mal wieder so schwierig ist.
Schlagartig verstehst Du, warum das Geld alles dafür tut, um Reißaus vor dir zu nehmen.
Es fällt Dir wie Schuppen von den Augen, wie Du Dir diese Krankheit in Deinem Körper kreiert hast.

Nicht immer wahnsinnig angenehm, diese Erkenntnisse. Aber immerhin verstehst Du jetzt endlich „WARUM“!

Und genau an dieser Stelle wird die Erkenntnis zum Boomerang.

In diesem Moment nämlich meinst Du, die Antwort gefunden zu haben. Endlich verstehst Du – und kannst aufhören, weitere Fragen zu stellen, kannst dein Gewahrsein wieder in den Dämmerschlaf schicken und alles mit diesem nahezu perfekten Grund erklären.

Und schwuppdiwupp bist Du wieder „stuck“. Festgefahren. Nichts bewegt sich mehr.

Weil eine Antwort den Schlagbaum zu schlagen lässt. Endstation.

Wie kommst Du raus aus der Nummer?

Erkenntnisse sind toll. Echt, mega. Aber eben nur für den Moment. Jetzt und hier. Aha. Erkannt – und dann: weiter geht’s!
Anstatt dieses eine Ding jetzt fest, solide, bedeutsam und zur Erklärung für alles zu machen, stelle weitere Fragen:
Was mache ich jetzt damit?
Wie kann ich dieses Gewahrsein jetzt für mich nutzen?
Wenn Du das Ergebnis Deiner bisherigen Kreationen nicht so prickelnd findest, wähle neu und frage: Was möchte ich stattdessen kreieren?
Und vor allem: schalte Deine Wahrnehmung nicht ab.

Es gibt kein Ende. Nie. Du wirst nie die allumfassende, alles erklärende Antwort finden.

Was Du findest, sind Puzzleteilchen, die Dir helfen, ein Big Picture zu skizzieren. Mache nicht den Fehler,  ein ganzes Universum auf ein Mosaiksteinchen zu reduzieren.

Was ist sonst noch möglich?

 

Wie gehst Du mit Erkenntnissen um? Was sind Deine Rezepte, um nicht in der Antwort steckenzubleiben?

Ich freu‘ mich auf Deinen Kommentar unten.

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