Tacheles

Letzte Woche war ich im Urlaub. Ich habe mir am Gardasee die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Und Felsen erklommen. Und Spritz getrunken und das dolce vita genossen. Super war das.
Und parallel dazu sind meine Emotionen Achterbahn gefahren, haben sich längst verabschiedete Selbstzweifel wieder zu Wort gemeldet und ich habe definitiv mehr Pizza und Antipasti gegessen als meinem Körper gut tut.

Und warum?

Weil ich mich mit einigen Themen beschäftigt habe, die mich bisher davon abhielten, noch mehr ich selbst zu sein und noch mehr das zu tun, was ich wirklich tun will. Ablenkungen eben. Und kaum habe ich angefangen, mir der Tragweite all dieser Ablenkungsstrategien bewusst zu werden, Fragen zu stellen und zu clearen, was ich nicht mehr länger mit rum tragen wollte, ist die ganze Suppe nochmal so richtig hoch gekocht. Not nice. Und ganz und gar nicht angenehm.

Warum ich das hier schreibe?

Weil mir wichtig ist, dass Du das ganze Gerede von mehr Freude und Leichtigkeit nicht missverstehst!

Ich habe mir auf die Fahnen geschrieben, Frauen in ein richtig gutes Leben zu führen. Eben in ein Leben voller Freude und Leichtigkeit. Und es gibt das draußen eine Menge anderer Coaches, Trainer und Facilitatoren, die auf ihre Art und Weise ein ähnliches Ziel haben. Und wir alle stellen gerne in den Vordergrund, was das Ergebnis solcher Coachings und Kurse ist, wie zum Beispiel mehr Lebensfreude, Klarheit, Gelassenheit, Zufriedenheit usw.

Was wir selten auf den Punkt bringen ist, dass der Weg dahin manchmal verdammt unbequem sein kann. Doch auch das gehört dazu.

Wenn all die limitierenden Ansichten und Emotionen nach vielen Jahren Deinen Körper verlassen, kann es vorkommen, dass es zwickt und zwackt und schmerzt.
Wenn Du Überzeugungen loslässt, die Du jahrezehntelang für wahr gehalten hast, kann es Dich vorübergehend verwirren und unsicher machen.
Wenn Du einen ehrlichen Blick auf Dein Leben wirfst, wirst Du auch den Dreck sehen, den Du bisher unter den Tisch gekehrt hast.

Das fühlt sich dann ganz sicher nicht immer leicht und easy an.

Ich möchte, dass Du das weißt.
Ich möchte, dass Du weist, dass wir alle solche Phasen durchmachen – auch ich.
Ich möchte, dass Dir klar ist, dass genau diese Unbequemlichkeit oftmals genau der Veränderungsprozess ist, den Du eigentlich haben wolltest (nur sieht er halt anders aus als Du dachtest).
Und vor allem möchte ich, dass Du Dich nicht falsch machst dafür, wenn Du Dich auf dem Weg zu mehr Freude und Leichtigkeit zwischendurch einfach mal beschissen fühlst. Es gehört dazu. Es ist ok. Du hast nicht versagt.

Wenn aus einer Raupe ein strahlend schöner Schmetterling wird, ist es auch zuerst anstrengend, zäh und bestimmt verdammt unbequem.

Und genau deswegen biete ich so gerne Mentoring-Programme an. Dann hast Du in solchen Phasen nämlich ein Team von Frauen um Dich herum, die Dich halten, tragen und ermutigen. Weil sie den Schmetterling schon sehen können, der gerade noch mit der Befreiung aus dem Kokon kämpft.

Alles ist gut. Auch wenn es zwischendurch mal scheiße ist. Der nächste Flügelschlag kommt bestimmt ;-).

 

Alles Liebe,
Carolin

 

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