Ups

Klingt ein bißchen irrwitzig dieser Titel, oder? Dabei mein ich’s vollkommen ernst. Du und ich, wir machen zu wenig Fehler. Das liegt daran, dass wir gelernt haben, Fehler seien schlecht. Fehltritte gilt es tunlichst zu vermeiden. So lautet jedenfalls die weit verbreitete Meinung in unserer Gesellschaft.

Wieder einmal stecken hinter dieser Devise eine ganze Reihe von Ängsten:

  • Angst, aufgrund eines Fehlers nicht mehr geliebt zu werden
  • Angst, wegen eines Fehlers verlassen zu werden/Freunde zu verlieren
  • Angst, sich zu blamieren
  • Angst, als inkompetent zu gelten und künftig nicht mehr ernst genommen zu werden
  • Angst, lebenslang unter den Konsequenzen eines Fehlers zu leiden
  • Angst, angegriffen, lächerlich gemacht oder bloßgestellt zu werden

Solange uns diese Ängste (unbewusst) im Griff haben, sind wir ein Schatten unserer selbst. Es hat nämlich zur Konsequenz, dass wir uns vor allem drücken, was das Risiko birgt, Fehler zu machen. Anders ausgedrückt: wir begeben uns höchst ungern in unbekanntes Terrain. Wir bleiben lieber in unserer Komfortzone, denn da wissen wir, wie der Hase läuft und die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu machen ist sehr gering.

Halb so schlimm, denkst Du vielleicht, solange es in der Komfortzone kuschelig und angenehm ist.

Mein Job ist es, Menschen in ihre Kraft zu bringen.

Die meisten Menschen, die zu mir ins Coaching kommen sprechen davon, sich selbst nicht zu kennen, nicht zu wissen, was sie wollen. Wenn ich dann einhake, stellt sich sehr schnell heraus, dass das nur oberflächlich so erscheint. Oft kommen wir schon innerhalb der ersten Session an die wirklichen Träume, Sehnsüchte und das eigene Potential. Und zwar deswegen, weil ich einen sicheren Raum zur Verfügung stelle und nicht locker lasse. Was sich dann heraus traut, sind strahlende Visionen, leuchtende Augen und eine klare Vorstellung über die eigenen Bedürfnisse. Meine Frage, was der Umsetzung all dessen im Weg steht, enthüllt das eigentliche Problem: die zugrundeliegenden Ängste.

An dieser Stelle übernehme ich dann den Job des „Bad Boy“: ich konfrontiere meine Klienten mit ihren Ängsten. Manchmal zerplatzen diese bei genauerer Betrachtung wie Seifenblasen. Manchmal braucht es aber auch ein direktes Erleben: nämlich die Erfahrung zu machen, dass Fehler uns nicht umbringen. Das ist die eigentlich wertvolle Erkenntnis: sie bedeutet unendliche Freiheit!

Der Weg zu unserer wahren Größe ist mit Fehlern gepflastert.

Das ist ganz logisch: in unserem Schneckenhaus kennen wir uns aus. Sobald wir da raus kommen, begeben wir uns ins Unbekannte, probieren aus, tasten uns vor – und treten dabei zwangsläufig mal daneben. Je mehr Fehler wir machen, desto mehr lernen wir. Vor allem über uns selbst. Fehler sind ein enormer Treibstoff für unsere persönliche Entwicklung. Ohne Fehltritte kein Vorankommen.
Frag mich mal, wieviele Fehler ich zum Beispiel im Laufe meiner Selbstständigkeit schon gemacht habe! Vielleicht sind Dir einige davon sogar direkt aufgefallen. Und, hat es mich umgebracht? Nein. Liest Du meine Artikel immer noch? Ja. Vielleicht hast Du Dich sogar gefreut, mir Feedback geben zu können und mich damit einen Schritt voran zu bringen. Vielleicht zeigen Dir meine Fehler auch, dass man nicht perfekt sein muss, um sich zu zeigen. Yeah, Du musst nicht einen IQ von 160 und all Deine Themen gelöst haben, um in Deine Kraft zu kommen! Nein, Du darfst so sein wie Du bist und einen Fehler nach dem anderen machen. Das Universum schenkt Dir immer wieder eine neue Chance. Die Möglichkeiten-Pipeline ist prall gefüllt mit den tollsten Gelegenheiten für Dich. Du kannst es Dir erlauben, mal eine zu versemmeln ;-)

Wenn Du bereit bist, Fehler zu machen – was soll Dich dann jemals aufhalten auf dem Weg Deine Träume zu verwirklichen?

Zeig‘ Dich und trau‘ Dich, Fehler zu machen. Es lohnt sich.

Alles Liebe,
Deine Carolin

 

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