weniger arbeiten, mehr Geld

‚Ich find’s cool, dass du dir so viel Freizeit nimmst, wie du willst!‘

Dieses Feedback habe ich neulich von einer Person aus meinem Team bekommen. Eine Aussage, die mir mal wieder bewusst gemacht hat, wie unkonventionell mein Lebensstil immer noch ist.
Für mich ist es inzwischen absolut selbstverständlich, dass ich mir meine Zeit und auch meinen Aufenthaltsort weitestgehend frei einteilen kann. Wenn ich frei nehmen oder verreisen möchte, mache ich es möglich – ganz einfach.

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich hier (und nicht nur hier 😉) ein echtes Anerkennungsproblem habe: Ich mache mir nur selten bewusst, wie besonders und außergewöhnlich es ist, so zu leben und zu arbeiten.

Das schreibe ich in aller Bescheidenheit. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Freiheit das Natürlichste im Leben ist und für jeden Menschen selbstverständlich sein sollte.  Deswegen denke ich insgeheim meistens: ‚Das ist doch nichts Besonderes‘.

Aber wie sieht es hinter den Kulissen aus?

 

Ist es wirklich möglich, viel zu verdienen (Was ist ‚viel‘ für dich?) und gleichzeitig viel frei zu haben?

Ich gebe dir im Folgenden unverblümte Einblicke in meine Welt. Bitte beachte, dass dies natürlich erstens sehr subjektive Wahrnehmungen sind (ok, die Umsatzzahlen nicht 😉) und zweitens ein Einzelfall.

Mir geht es auch gar nicht darum, hier ein Exempel zu statuieren. Vielmehr möchte ich dir zeigen, wie ich es geschafft habe, so ein Leben möglich zu machen. Andererseits will ich durch meine Transparenz auch deutlich machen, dass auch auf dieser Seite des Schreibtischs nicht alles Gold ist, was glänzt und du dich nicht schämen oder schlecht fühlen brauchst, wenn du noch nicht 365 Tage im Jahr die gnadenlose Leichtigkeit zelebrierst.

‚Du lebst schon, was so viele Frauen gerade erst als Idee entwickeln‘, sagte kürzlich eine Mastermind-Kollegin zu mir.

Also lass uns gemeinsam schauen, was sie damit meint:

 

Wenig arbeiten, viel Freizeit haben

Hier komme ich schon gleich mal in Erklärungsnot: Wie definiere ich ‚Arbeit‘ und wie ‚Freizeit‘?

Wenn ich als Beifahrerin auf dem Weg an den Gardasee Fragen meines Teams im Team-Chat beantworte oder meine Facebook-Gruppen moderiere – ist das Arbeit?

Streng genommen ja, für mich fühlt es sich allerdings selten danach an.

Wenn mir beim Klettern (bzw. eher beim Sichern) oder Berggehen Ideen für einen Blog-Artikel oder die Optimierung der Team-Strukturen kommen – ist das Arbeit?

Und ist es andersherum wirklich Freizeit, wenn ich beim Skifahren im Lift meines Mails checke und gegebenenfalls auch antworte?

Ich denke, all das sind Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss.

Was für mich gut funktioniert

Für mich persönlich habe ich herausgefunden, dass diese Kommunikation zwischendurch mich sehr viel weniger stresst und sich viel weniger nach Arbeit anfühlt, als feste Termine im Kalender.

Daher habe ich zum Beispiel jetzt gerade (20:43 Uhr) nicht das Gefühl, (zu) viel gearbeitet zu haben, obwohl ich seit heute früh 9 Uhr fast durchweg am Schreibtisch sitze. Einfach, weil ich außer zwei internen Terminen heute Morgen den Rest des Tages tun und lassen konnte, was ich wollte. Das bedeutet Freiheit für mich 😊.

Was die Reisen betrifft, so unterscheide ich zwischen ‚Urlaub‘ und ‚Free Flow‘. Ersteres heißt für mich, wirklich gar nicht zu arbeiten. In diesen Zeiten wissen auch mein Team und meine Kunden, dass ich frei habe und ich beantworte keine Mails etc.

Bin ich dagegen im Free Flow, arbeite ich sehr wohl. Allerdings lege ich mir da wenige bis gar keine Termine rein und entscheide sehr flexibel, wann ich arbeite.

Wenn ich unterwegs bin, arbeite ich oftmals morgens und/oder abends ein bis drei Stunden und bin tagsüber draußen unterwegs. Oft schiebe ich dann einmal pro Woche einen Arbeitstag ein, an dem ich wirklich den ganzen Tag arbeite.

So abgedroschen es klingt: Meine Arbeit macht mir einfach wirklich sehr viel Spaß, so dass Axel mich trotz ‚Free Flow‘ nicht selten vom Notebook wegziehen muss, bevor ich eckige Augen bekomme…

Auf diese Art und Weise komme ich auf sehr, sehr viele Reise- und Outdoor-Tage.
In den letzten 12 Monaten war ich 3 Wochen auf Teneriffa, 3 Wochen auf Sizilien, 5 Wochen auf Kalymnos, 1 Woche auf Deutschlandtour, 1 Woche in Südtirol, 7 Wochen in den USA und knapp 2 Wochen in Griechenland. Plus einige verlängerte Wochenenden in den Alpen.
(Das war ein bisschen krass dieses Jahr; in 2019 möchte ich mehr zu Hause bzw. mehr im Alpenraum unterwegs sein)

Das viele draußen SEIN habe ich enorm genossen. Natur und frische Luft tun einfach Körper und Seele gut.

Was für mich nicht so gut funktioniert

Dadurch, dass ich in diesem Jahr wirklich kaum zu Hause war, sind natürlich auch die meisten Launches in meinen ‚Free Flow‘ gefallen. Das hat erstens dazu geführt, dass ich in diesen Phasen dann eben doch recht viel gearbeitet habe und ich aber andererseits den Launches nicht die Priorität gegeben habe, die sie eigentlich bekommen sollten. Das Ergebnis war, dass einige Angebote (sicherlich nicht nur aus diesem Grund) nicht so gut angenommen wurden, wie ich mir das gewünscht habe.

Zum Jahresende hin bin ich außerdem tatsächlich ein bisschen Reise-müde geworden. Nach dem USA Roadtrip und mit Blick auf den anstehenden Griechenland Urlaub fühlte ich mich ziemlich ‚over-travelled‘.

So schön das viele Unterwegssein auch ist, wenn man’s übertreibt, wird’s anstrengend (immerhin bin ich vom Sternzeichen ‚Krebs‘). Zugegebenermaßen ist das allerdings ein sehr luxuriöses Problem.

 

Gleichzeitig ein hohes Einkommen

Das ist sicherlich für viele Menschen der interessanteste Teil, denn wenig arbeiten ist das eine, aber gleichzeitig richtig gut zu verdienen steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt Papier.

Auch hier ist die Definition von ‚hohes Einkommen‘ extrem subjektiv.
Für manche Menschen wären bei so einem Lebensstil 2000 EUR pro Monat sehr viel, für andere beginnt ein hohes Einkommen vielleicht erst bei 20.000 EUR.

In 2018 liegt mein Umsatz bislang durchschnittlich bei ca. 20.000 EUR netto pro Monat (also nach Abzug der Umsatzsteuer). Das ist ziemlich genau doppelt so viel wie im letzten Jahr.
Unterm Strich bleiben mir nach Abzug von Betriebsausgaben und Einkommenssteuer ca. ein Drittel davon effektiv übrig.

In meiner Welt ist das ein sehr gutes Einkommen und gleichzeitig ist da noch Luft nach oben (du kennst mich ja, gell?! Man kann immer nach ‚mehr‘ fragen 😉).

Um das hier aber auch mal ganz klipp und klar zu schreiben: Diese Summen sind nicht von heute auf morgen entstanden. Ich bin seit 7 Jahren selbstständig und seit Anfang 2015 kann ich wirklich davon leben. Mein Business hat diese Zahlen also durch sehr konstantes, organisches Wachstum erreicht.

Was für mich gut funktioniert

Trotz (oder gerade wegen) des vielen Unterwegsseins und einiger nicht so erfolgreicher Launches den Vorjahresumsatz zu verdoppeln, ist natürlich super. Da gibt es nicht viel zu zu sagen.

Mein Money Clarity System hat sich diesbezüglich erneut als enorm hilfreich und wertvoll (im wahrsten Sinne des Wortes) erwiesen. So kann ich bei den inzwischen hohen Ausgaben und sehr hohen Steuern gut den Überblick (und damit die Nerven 😉) behalten.

Ich könnte mein persönliches Einkommen deutlich erhöhen, wenn ich mehr selbst machen und mein Team kleiner halten würde. Im Grunde genommen ‚erkaufe‘ ich mir freie Zeit. Klingt hart, ist aber so. Mir persönlich ist es das allemal wert (Zeit ist begrenzt, Geld nicht).

Was für mich nicht gut funktioniert

Ein Team aus fünf Personen zu haben bedeutet natürlich auch eine gehörige finanzielle Verpflichtung. Für manche Menschen mag das ein Klacks sein (ein Bekannter von mir konnte darüber kürzlich nur müde lächeln – er hat 35.000 EUR Lohnkosten pro Monat), aber bei mir reicht es locker, um zwischendurch mal bissl Panik zu schieben, wenn die Umsätze runter gehen.

Es gehört also schon einiges an Vertrauen und Kreationsfähigkeit dazu, die ‚erkaufte Zeit‘ auch genießen zu können 😉. Ich übe und finde, ich bin auf einem recht guten Weg.

Das heißt unterm Strich ist wenig arbeiten, viel Freizeit und ein hohes Einkommen für mich sehr real.

Und jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wie habe ich das erreicht und wie kannst du es auch möglich machen?

Ich gebe dir hier die aus meiner Sicht wichtigsten Zutaten:

1) Fange klein an und würdige jeden kleinen Schritt

Ich habe sehr früh begonnen, Geld für Reisen und Outdoor-Aktivitäten auszugeben und das wirklich zu feiern. Meinem Freiheits- und Freizeitbedürfnis habe ich immer eine sehr hohe Priorität gegeben und mich ‚reich‘ gefühlt, weil ich mir kleine Urlaube und ähnliches leisten konnte (obwohl ich eigentlich noch nicht viel verdient habe).

Sich reich fühlen führt zu mehr Reichtum.

2) Arbeite permanent an deinem Mindset

Bei mir ploppen heute noch ständig Stimmen auf, die mir ein schlechtes Gewissen machen wollen, wenn ich es mir so gut gehen lasse. Aber all der Erfolg und der finanzielle und zeitliche Luxus sind nur real geworden für mich, weil ich alles aufgelöst habe, was dem im Weg stand. Und das sind bei den meisten von uns eine Menge Ansichten, Verbote und Verstrickungen aus der Familie oder früheren Leben.

Löse sie auf und du kannst alles haben, was du willst.

3) Gehe ein Risiko ein

Jedes einzelne Team-Mitglied habe ich an Bord genommen, bevor ich den dafür nötigen Umsatz hatte. Viele Unternehmerinnen scheuen sich vor allem am Anfang davor, Tätigkeiten abzugeben aus Angst davor, dass niemand es so gut machen kann wie sie und aus Angst, dass sie die Leute nicht bezahlten können.

Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass durch das Abgeben von Aufgaben nicht nur meine Freizeit mehr wurde, sondern auch die Qualität meiner Arbeit deutlich gestiegen ist.

Eigentlich logisch: Je entspannter ich bin und je mehr Muße ich habe, umso stärker bin ich in meiner Kraft und Präsenz und umso mehr Raum zur Entfaltung hat meine Brillanz.

Zum Schluss möchte ich dir noch zwei Fragen mitgeben, die aus meiner Sicht essentiell sind:
1) Was bedeutet erfüllter Erfolg für dich persönlich?
2) Womit möchtest du deine freie Zeit verbringen?

Nur wenn du für dich ganz klar weißt, was du anstrebst, wirst du es auch erreichen können.
‚Erfolg‘ ist ein sehr dehnbarer Begriff und bedeutet für viele Menschen ganz unterschiedliche Dinge. Finde für dich heraus, wie erfüllter Erfolg für dich persönlich aussieht.

Und einfach ‚mehr Zeit haben‘ ist kein starkes Ziel. Du musst eine große Motivation dafür haben, mehr Zeit zu haben, um es möglich zu machen.

Welcher Zeitvertreib ist für dich so erstrebenswert, dass du wirklich bereit bist, dafür zu gehen? Mehr Zeit für deine Hobbies (welche?), mehr Zeit für deine Familie, mehr Zeit zum Reisen? Finde dein ‚Wozu‘ und überprüfe, ob es wirklich stark genug ist.

Wenn du diese beiden Fragen klar beantworten kannst, weißt du, was genau es ist, was du anstrebst. Und dann nutze die oben genannten drei Punkte, um es möglich zu machen.

Ich freu‘ mich schon, wenn wir uns dann mal im warmen Süden oder auf einer urigen Ski-Hütte treffen – weil wir beide weniger arbeiten und mehr verdienen ;-).

Alles Liebe,
deine Carolin

P.S.: Mehr solcher Erfahrungen und schlauer Tipps bekommst du kostenlos in meinem Leadership-Training.