Machtvolle FrauDas Wort „Macht“ hat im Deutschen oftmals eine sehr negative Färbung. Wir assoziieren Macht mit Manipulation, Unterdrückung und Ausbeutung. Wie aber willst Du Deine Macht-losigkeit überwinden, wenn Du (Deine) Macht ablehnst?
Aus meiner Sicht ist es an der Zeit, dass wir uns mit dem Begriff „Macht“ aussöhnen. Und zwar nicht nur individuell, sondern auch kollektiv, für die Gesellschaft als Ganzes.
Dem eigentlichen Wortursprung nach bedeutet „Macht“ nämlich Können, Fähigkeit, Vermögen. Aha! Das wirfst auf einmal ein ganz neues Licht auf den Begriff „Macht-voll“ zu sein. Und genau in diesem Kontext benutze ich „Macht“ hier.

Deine Machtlosigkeit zu überwinden und Deine Macht zu nutzen, hat nichts damit zu tun, andere Menschen klein zu machen. Vielmehr geht es darum, all Dein Können, Deine Kompetenzen, Deine Kraft voll in Dein Bewusstsein zu bringen und nutzen – auch und vor allem zum Wohle anderer Menschen.

Anders ausgedrückt:
Deine eigene Macht anzuerkennen, ist essentiell, um Deine Bestimmung zu leben, Deine Wünsche und Ziele zu realisieren (wie willst Du erfolgreich manifestieren, wenn Du keine Macht hast?!?) und anderen Menschen zu helfen, ebenfalls in ihre Kraft zu kommen.

Was hält dich bislang davon ab, Deine Macht anzunehmen?

Vor allem sind das Glaubenssätze und Ängste, die tief in uns allen verankert sind.

Check‘ mal, welche der folgenden auf Dich persönlich zutreffen:

  • Macht haben heißt, andere zu unterdrücken
  • Macht haben heißt, mich über andere zu stellen
  • Macht hat man nur in hohen gesellschaftlichen/politischen Positionen
  • Macht kann nur haben, wer sehr viel Geld hat
  • Ich will nicht viel Macht, sonst mache ich vielleicht verheerende Fehler
  • Macht zu haben ist gefährlich (damit bin ich anderen ein Dorn im Auge)
  • Das ganze Gerede ist alles Quatsch. Wir sind nun mal nur kleine, unbedeutende Marionetten im großen Ganzen

Wenn Du solche oder ähnliche Überzeugungen bei Dir entdeckst, ist es an der Zeit, sie auf den Prüfstand zu stellen: möchtest Du das wirklich weiterhin glauben?
Falls nicht, entscheide Dich für was Neues – so einfach ist das.

Ein zweiter, sehr wichtiger Aspekt, um Deine Machtlosigkeit zu überwinden, ist

die Aussöhnung mit Deiner Wut

Wut ist ein Tabu-Thema bei uns. Wir haben gelernt, sie sei aggressiv, zerstörerisch, unbeherrscht und ganz sicher nicht nett. Das hat dazu geführt, dass wir unsere Wut-Energie weggepackt haben, schön unter den Teppich gekehrt.

Dort gibt sie aber keine Ruhe, denn die Wut ist eine starke Kraft. Sie sabotiert unbewusst uns selbst und unsere Beziehungen, indem wir zickig oder gereizt sind, unsicher oder unruhig, spitze oder sarkastische Bemerkungen von uns geben und uns zuviel aufladen, weil wir uns nicht abgrenzen können.
Als eines von vier Grundgefühlen (die anderen sind Angst, Traurigkeit und Freude) gehört die Wut ganz essentiell zu unserem Leben dazu. Und die Natur macht selten Fehler. So auch in diesem Fall. Diese Energie brauchen wir nämlich, um bestimmte Dinge tun zu können:

  • Grenzen setzen
  • Entscheidungen treffen
  • Klar Stellung beziehen
  • Dinge beginnen oder beenden
  • Mehr Nähe zulassen
  • Ideen in die Tat umsetzen
  • Um das bitten, was wir brauchen
  • Uns sicher fühlen u.v.m

Wenn Du in dieser Liste den ein oder anderen Punkt entdeckst, mit dem Du Schwierigkeiten hast, kannst Du sicher sein, dass Dir der bewusste Zugang zu Deiner Wut fehlt.
Achtung: wütend zu sein heißt nicht, dass Du alles kurz und klein schlagen sollst!
Wut kannst Du, wie jedes Gefühl, in unterschiedlichen Intensitäten fühlen und nutzen. Um eine Grenze zu setzen, reichen meist 3-5% Wutenergie, damit sie erfolgreich landet.
Die eigene Wut wiederzuentdecken und bewusst für dich zu nutzen, kannst Du lernen (siehe unten).

Fazit:

Die entscheidende Frage lautet also: bist Du bereit, alte Überzeugungen, Limitierungen und Ängste zu überwinden, um Deine Macht wieder in Besitz zu nehmen und damit ein echtes Vorbild zu sein?

Was denkst und fühlst du darüber? Was hält Dich noch ab?
Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Erlaube Dich, Macht-voll zu sein und in Deine Kraft zu kommen. Es lohnt sich.

Alles Liebe,
Carolin

 

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